Mobil gesucht – mobil gefunden: In der Kürze liegt die Würze

Mittlerweile sind die Zugriffe auf das Web über mobile Devices immer mehr auf dem Vormarsch. Smartphone & Co geben dem User noch mehr Möglichkeiten, unabhängig von einem Desktop zu surfen, zu suchen und zu kaufen. Und das wird genutzt. Doch was bedeutet das für die Entwicklung der Online-Strategien von Unternehmen? Verhalten sich Smartphone-User auf der Suche nach Informationen anders? Müssen diese umdenken?

Fest steht, dass nicht jeder mobile Zugriff von „unterwegs“ erfolgt. Unabhängige Untersuchungen zeigen deutlich, dass das mobile Endgerät auch dort genutzt wird, wo vormals der Webzugriff über einen PC dominierte. So nutzen mehr als 80 Prozent der Smartphone-Nutzer das mobile Internet auch zu Hause (Quelle: AOL & Universal McCann).

Oft genug wird der Rechner nicht mehr hochgefahren, wenn Smartphone oder Tablet direkt neben der Fernbedienung auf dem Wohnzimmertisch liegen. Dieser Trend beweist, dass auch Branchen, die noch vor einiger Zeit dachten, ihre Produkte würden sich für eine „mobile Nachfrage“ nicht eignen, sich mit den neuen Konvergenzgeräten und deren Anzeige- und Bedienmöglichkeiten auseinandersetzen müssen.

Die Suchmaschinen

Google dominiert die mobile Suche. 98,3 Prozent der mobilen User nutzen Google (Quelle: StatCounter Global Stats), um sich bei ihrer Suche nach Informationen helfen zu lassen. Einer der wichtigsten Gründe, warum gerade diese Suchmaschine im mobilen Bereich so beliebt ist, findet sich in der Benutzerfreundlichkeit. Der Smartphone-Benutzer findet eine auf das Wesentliche reduzierte und eine auf den mobile Zugriff optimierte Webpage. Portale mit Suchfunktion verlieren weitgehend an Bedeutung.

Wer schon einmal einen Begriff über ein Touchpad eingegeben hat, weiß zu schätzen, dass die Sucheingabe durch Ergebnisvorschläge erleichtert und verkürzt werden kann. Bereits ab den ersten eingegebenen Zeichen analysiert Google die Eingabe und bietet auf Basis unterschiedlicher Kriterien eine Reihe von Begriffen und Wortkombinationen, die direkt angewählt werden können.

Dem Bereich der „sponsored links“, der sich bei der Anzeige der Suchergebnisse an oberster Stelle befindet, fällt durch das begrenzte Display des Mobilgerätes eine größere Bedeutung zu. Wer es sich leisten kann, ist dort präsent. Da sich der sichtbare Bereich – neben den bezahlten Anzeigen – auf nur noch wenige Suchergebnisse beschränkt, ist es bei einem mobilen Display noch wichtiger, im organischen Ergebnisteil oben zu stehen bzw. für verschiedene Keywords ein „sponsored link“ zu buchen.

Wichtig ist zu wissen, dass eine Suchmaschinen-Kampagne, die auf die klassische Google-Seite ausgerichtet ist, nicht automatisch bei Google Mobile erscheint. Dies erfordert eine Erweiterung der Kampagne.
Auf den ersten Blick wirkt diese Vorgehensweise simpel. Wer allerdings bislang seine Welt auf 1280x1024-Pixel-Displays ausgerichtet hat, muss nun weiterdenken.

Google findet mich
Nun heißt es: Aufgepasst! Wer ein Fahrrad sucht, will schnellstmöglich mit dem angebotenen Link auch auf seiner suchrelevanten Seite landen. Da der User „nur“ durch ein kleines mobiles Fenster in die virtuelle Welt blickt, ist er noch sensibler, wenn es um seine „Wegstrecke“ geht. Ein langes Durchklicken bis zum Ziel ist nicht nur mühsam, sondern führt zum Abbruch. Im idealen Fall landet der Suchende gleich auf einer optimierten Landingpage, die sich auf seine Suche bzw. Anfrage konzentriert. Auf Unwesentliches wird verzichtet, dem Wesentlichen mehr Raum geschenkt.

Wer bislang versucht hat, von seinen virtuellen Besuchern eine Reihe von Informationen abzufragen, muss mehr als bisher unterstützen. Lange und komplexe Prozesse müssen spürbar vereinfacht werden und Eingabehilfen wie zum Beispiel Drop-down sollten zur Verfügung gestellt werden. So kann man generell feststellen, dass intuitive Navigations- und Bedienkonzepte zu höheren Conversion-Rates als im stationären Web führen und so eine effizientere Lead-Generierung ermöglichen. Werbetreibenden bietet sich im mobilen Umfeld noch ein weiterer großer Vorteil: Durch den Zugriff über eine „Web & Phone“-Einheit kann der Anbieter dem User seine Telefonnummer prominent anbieten und per einfachem Klick in den direkten Kontakt zu ihm treten. Der Medienbruch, der vielen Unternehmen beim stationären Webzugriff Kopfschmerzen bereitet, kann so auf sehr komfortable Weise übersprungen werden.

Anzeigenmarketing – Wegweiser in der mobilen Welt

Einen anderen Weg, den User auf seine Seite und sein Angebot aufmerksam zu machen, sind auch in der mobilen Welt die Anzeigen. Natürlich leidet die Anzeigengröße auf den kleinen Displays. Ausgefeilte Grafiken, wie sie aus der Desktop-Welt bekannt und beliebt sind, sind nicht wie gewohnt platzierbar. Wichtig ist es, bereits bei der Kampagnenkonzeption auf die Herkunft des Users zu achten: Wer Android, RIM, Symbian oder ein ähnliches mobiles Betriebssystem nutzt, sollte auch mobil optimiert Informationen erhalten. Profis empfehlen, bereits bei der Marketingplanung eine gesonderte Mobilkampagne aufzusetzen. Denn sie unterscheidet sich nicht nur in den Anforderungen, sondern bietet auch zusätzliche Optionen: Zahlreiche Applikationen (sogenannte Apps), die für die unterschiedlichen mobilen Betriebssysteme verfügbar sind, bilden auch einen neuen Werberahmen. Je nach Kontext kann innerhalb einer App gezielt Werbung – In-App-Advertisement – eingeblendet werden. Eine breite Palette an technischen Möglichkeiten und Konzepten zur mobilen Nutzeransprache ermöglicht umfangreiche und integrierte mobile Kampagnen. Längst mehr als nur eine Ergänzung stellt dabei Mobile Social Media dar. Anwendungen wie Facebook, Twitter oder Flickr gehören zu den am meisten genutzten mobilen Services.

Es gibt für alles eine App
Im März 2011 gab es bereits über 360.000 aktive Apps im App Store. Wer hier vertreten ist, hat sich einer Genehmigungsprozedur unterzogen und einen wichtigen Grundstein gelegt. Doch wie wird eine App gefunden?

Zahlreiche Beispiele zeigen, dass die Ausgabe von kostenlosen Testversionen ein Garant für den Erfolg von Vollversionen sein kann. Die Empfehlungsbereitschaft innerhalb einer Usergruppe ist hoch und der Anbieter kann mit ausgewählten Features oder zeitlicher Begrenzung seiner Applikation überzeugen und zum Kauf der Vollversion anregen.

Und kostenlose Apps können – neben dem Träger einer Imagekampagne – auch dem direkten Geschäft dienen.

Virtuelles und Reales sinnvoll miteinander verknüpfen
Scheint der Zuwachs der mobilen Nutzer auch eine modifizierte Gestaltung der Webpräsenz zu verlangen, so bietet sie auch ungeahnte Möglichkeiten. Intelligente Lösungen verknüpfen den Standort des Users mit den Angeboten und bieten dem User eine Lokalität, die dem Internet noch vor einigen Jahren gänzlich abgesprochen wurde. Auskunftssysteme wie Branchenbücher, Immobilienportale, Gastronomieführer und viele andere mehr bringen die wesentlichen Faktoren, die Smartphones bieten, im Mobile Web zusammen und bieten somit eine optimale Passgenauigkeit. Dadurch können Wohnungssuchende durch ein Stadtviertel gehen und parallel schauen, welche Immobilien in dieser Gegend angeboten werden. Rabatte und Gutscheine bekommen eine neue Bedeutung, wenn diese vor Ort beim Check-in in einem Geschäft oder Lokal zur Verfügung stehen. Location Based Services machen das Internet so regional und lokal wie nie zuvor.

Die Zukunft ist mobil
Es scheint einen unerschöpflichen Vorrat an Ideen zu geben, wie der mobile User angesprochen werden kann. Bluetooth Marketing, vor einiger Zeit noch hoch gehandelt, scheint sich nicht durchzusetzen. Zu eng sind die Spielräume, der User muss aktiv werden und der Nachrichtenübermittlung zustimmen. Bislang scheint dies keine Akzeptanz zu finden.

QR (Quick Response) ist zurzeit groß im Kommen. Der mobile Nutzer sieht unterwegs einen sogenannten QR-Code, kann ihn mit seinem Smartphone aufnehmen und bekommt entweder direkt Informationen zu dem mit dem Code ausgestatteten Objekt oder wird direkt auf eine speziell erstellte Landingpage geleitet.

Der Produktvielfalt, die mit einem solchen Code ausgestattet werden können, sind keine Grenzen gesetzt. Viele halten diese Codes für das Mittel der Zukunft, dass es uns allen erlaubt, reale Produkte und Objekte mit der virtuellen Welt und deren unerschöpflichen Informationsangebot zu verbinden.

Autor: Bernd Stieber

Bernd Stieber ist Vorstand und Gründungsgesellschafter der Zieltraffic AG. Zieltraffic ist der Experte im digitalen Vertrieb von Dienstleistungen – national wie international. Aus seinem Produktportfolio, Z SALES, Z MEDIA und Z CONSULT, bietet Zieltraffic immer das passende Produkt und die richtige Lösung. Z SALES steht für Performance ohne Risiko, für den Kunden heißt das: „Maximale Kostensicherheit und Bezahlung für den zuvor definierten Erfolgsfall“. Die klassische Umsetzung der Online-Vertriebs- und Produktmarketingkampagnen mit Z MEDIA bietet Zieltraffic Kunden 100 Prozent Transparenz in allen Kanälen und Aktivitäten. Experten mit Praxiswissen beraten unter dem Produkt Z CONSULT in allen Fragestellungen im Online Marketing – von der Online-Strategieberatung über die Conversionoptimierung bis hin zur Kampagnengestaltung, sodass der Kunde seine Online-Aktivitäten schnell und wirksam mit Erfolg selbst, oder darauf aufbauend betreiben kann. Die Zieltraffic AG wurde 2004 gegründet und beschäftigt heute über 65 Mitarbeiter in München, Wien, Madrid, Stettin und Den Haag. Zieltraffic ist eine 100-prozentige Tochter der Münchner Fidor Bank AG.